Schiedsrichter Nicola Rizzoli von fairen Borussia Dortmund Fans zu Tränen gerührt

    Eike Führing
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    (AFP -ImagebankIL)

    Das kommt nicht oft vor. Nach dem Champions League Finale im Wembleystadion zwischen Borussia Dortmund und Bayern München (1:2) war Schiedsrichter Nicola Rizzoli zu Tränen gerührt. ,,Als am Ende der Siegerehrung auch die Borussia-Fans applaudierten, fiel die ganze Anspannung von mir ab und ich war bewegt'', sagte der Italiener später. Aus seiner Heimat ist der Serie A Schiedsrichter wohl Randale, Hassgesänge bis hin zu rassistischen Äußerungen der Fans gewohnt. Ausgebuht haben ihn die BVB-Fans zumindest nicht.


    Der 41-Jährige ist sicher dass er beim Finale gut gepfiffen hat:,,Ich war sicher, dass ich gut gewesen bin'', erzählt er. Arjen Robben (Bayern München) und Jürgen Klopp (Trainer, Borussia Dortmund) lobten ihn nach dem Spiel für seine guten Leistungen. Rizzoli sagt aber, dass sie erst als der Chef der UEFA-Schiedsrichterkomission das gesamte Team in der Kabine gelobt hat gefeiert haben.


    Rizzoli machte den beiden Teams ein Kompliment:,,Ich musste nur wenige Fouls pfeifen'', sagt er. Rizzoli ist sonst dafür bekannt, dass er schnell mal zur gelben Karte greift. Alle die das Spiel gesehen haben wissen ja, dass dies zum Glück nicht so häufig vorgekommen ist.


    Allerdings übersah der Referee auch einige eindeutige Foulspiele.

    • einen rotwürdigen Tritt von Lewandowski auf den Fuß des am Boden liegenden Jerome Boateng
    • einen Ellenbogenschlag von Ribery gegen Robert Lewandowski
    • ein Tritt von Bayerns Dante in die Magengrube des Dortmunder Spielers Marco Reus
    Trotz dieser Vorkommnisse ein, für ein Finale, sehr faires Spiel. Schön nur wenn alle Teams und vor allem Fans so fair wären. Dieses Champions League Finale sollte ein Vorbild für alle Spiele sein. Dass sogar zwei deutsche Teams vertreten waren freut die meisten natürlich besonders.

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    Eike Führing